Wandelkonzert in vier Räumen Vom Laienrefektorium über die Klosterkirche ins Herrenrefektorium

Dez 13th, 2008 | By admin | Category: EVENTS, MEDIEN DESIGN, VERSCHIEDENES

Die Pforzheimer Zeitung berichtet: Musik und Lichtdesign in spannendem Dialog – Wandelkonzert in vier Räumen. Ein Liederabend der üblichen Art war das nicht, was am Samstag im Kloster stattfand. Unter dem Titel „Nacht im Kloster“ erlebten die Besucher dieses ungewöhnlich und durchaus originellen Maulbronner Klosterkonzert. Dabei erlebten sie kunstvolle Liedvorträge bei mystischer Beleuchtung in vier verschiedenen Räumen.
Lieder von Franz Schubert, Robert Schumann, Othmar Schock und Carl Loewe trug der Bass Cornelius Hauptmann vor, der schon häufig bei den Klosterkonzerten zu Gast war. Am Flügel begleitet wurde er von Sabine Schubert-Kessler, die während der Pause auch zum Alphorn griff. Die Szenenregie und die Raum- und Lichtinszenierung wurde von dem Filmemacher und Lichtgestalter Ingo Lazi übernommen. Während des Konzerts in wechselnden Vortragsräumen folgten die zahlreichen Besucher den Ausführenden vom Laienrefektorium über den Kapitalsaal in die Klosterkirche und ins Herrenrefektorium.

Von „Nächtlicher Sehnsucht“ erzählten sechs Lieder, die im geheimnisvoll bläulich-sanft ausgeleuchteten Kapitelsaal besonders lyrisch und seelenvoll erklangen. In der Klosterkirche waren dem Raum gemäße Lieder von Othmar Schoeck und Carl Loewe mit Titeln wie „Im Kreuzgang von Santo Stefano“ nach dem Gedicht von Hermann Hesse oder „Der Pilgrim vor St. Just“ mit den Worten von August Graf von Platen zu hören, die Hauptmann andachtsvoll interpretierte, wiederum feinfühlig und umsichtig am Flügel begleitet von Sabine Schubert-Kessler. Im fast dunklen Herrenrefektorium standen die Vorträge unter dem Motto „Geister und Unheimliches“. Dazu zählte Goethes „Erlkönig“ in der Vertonung von Carl Loewe und die Ballade von „Belsazar“ nach Heinrich Heine, komponiert von Robert Schumann. Auch hier erwiesen sich Hauptmann, Schubert-Kessler und Lazi als ideal miteinander konzertierendes Ensemble, das mit empfindungsreicher Intuition die Stimmungen der Lieder eindringlich auszuloten verstand.

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